Erfolgreiches DGPh-Symposium "Digital speichern - filmbasiert archivieren?"
Über 100 Teilnehmer diskutierten die Möglichkeiten filmbasierter Langzeitspeicherung
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Pressemitteilung 2008 / September
Droht ein „historisches, digitales schwarzes Loch“? Während der photokina veranstaltete die Sektion Wissenschaft und Technik der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) am 25. und 26. September unter dem Titel „Digital speichern – filmbasiert archivieren?“ ihr zweites Symposium der Reihe Photographie, wie geht die Reise weiter? Über 100 Experten diskutierten dabei die Möglichkeiten filmbasierter Langzeitarchivierung digital gespeicherter photographischer Aufnahmen.
Wie kann dem paradoxen Phänomen begegnet werden, dass die Haltbarkeit von Datenspeichern umso geringer ist, je moderner die verwendeten Medien sind? In seiner Einleitung betonte der Sektionsvorsitzende Prof. Dr. Hans Brümmer, dass es nicht nur um die Haltbarkeiten von Speichermedien gehe. Codierungen müssten mit überliefert werden.
Fachleute aus den verschiedensten Bereichen, von Forschern bis zu Anwendern, beschäftigten sich in einer Podiumsdiskussion mit allen Aspekten der Archivierung.
Diskutiert wurden unter Anderem Microverfilmung, Bits-on-Film und der klassische Print. Einig war man sich, dass die ideale Lösung noch nicht gefunden worden ist.
Startete das Symposium mit der Angst vor einem „historischen schwarzen Loch“, so endete es pikanter Weise mit der Aussage, manches sei gar nicht wert, bewahrt zu werden. Aber wer trifft die Entscheidung? Diese wichtige Frage wartet auf Antworten. Benötigt werden jetzt Prozesse und Gesamtkonzepte zur Archivierung, in der digitale und analoge Verfahren nicht als konkurrierend, sondern als sich antagonistisch ergänzende Komponenten verstanden werden. Die Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) mit ihrer Sektion Wissenschaft und Technik wird diesen Weg weiter aktiv begleiten.
