Initiator der Deutschen Gesellschaft für Photographie
L. Fritz Gruber im Alter von 96 Jahren verstorben
Mit Prof. Dr. Leo Fritz Gruber verstarb am 30. März das letzte Gründungsmitglied der 1951 vor allem durch ihn initiierten Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Nach kurzer Krankheit entschlief er im Kreise seiner Familie in seinem Haus in der Paulistraße 10 in Köln. Am 7. April wurde seine Urne im Beisein von vielen Freunden neben vielen anderen prominenten Bürgern der Stadt Köln auf dem dortigen Melaten-Friedhof beigesetzt. Sein Grab befindet sich am Eingang zu Tor III an der Aachener Straße, Nähe Jägerstraße. Man geht zunächst die breite Platanenallee geradeaus bis zum großen steinernen Kruzifix. Danach liegt rechts ein Halbkreis und wieder rechts das Grab von Carl Sangermann. Links ist bereits der schwarze Obelisk mit der Goldinschrift „Gruber“ zu sehen.
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Foto: Walter Schels |
Ein Obelisk als markanter Grabstein
Zu dem Obelisken hat L. Fritz Gruber im Frühjahr 1995 selbst mitgeteilt: „Ein Obelisk? Nun, seit ich während des Jahres 1930 – damals 22 – in London am Victoria Embarcment die 21 Meter hohe ‚Cleopatra’s Needle’ und später noch weitere ägyptische Obelisken am Place de la Concorde in Paris, im Central Park zu New York und mehr in Rom gesehen habe, ist mir dieses spitz zulaufende Monument zum Symbol des Aufstrebenden zur Unsterblichkeit hin geworden.
Aber ich habe den Obelisk auch in den Bemühungen meines Berufslebens zu Ehren gebracht. Seit 1963 ist das von mir entworfene Kristall-Objekt – normalerweise 20 cm hoch, für besonders Anlässe 30 cm – von der ‚photokina’ Weltschau der Photographie in Köln als Anerkennung kreativer Leistungen jeweils in einer anderen Färbung und mit eingraviertem Empfängernamen vergeben worden. Bei meinem Abschied 1980 war er wunschgemäß schwarz.
Da schien es mir nur natürlich, dass ich mit meiner Frau Renate auf der Suche nach einer Grab-Patenschaft auf Melaten 1989 den schönen dunklen Granit-Obelisken fand, der von der geachteten Familie Schwann um 1894 aufgestellt und längst frei geworden war. Wir bewunderten ihn, unversehrt mit dichtem Efeu-Wildwuchs am Sockel. Als dieser freigelegt wurde, entdeckten wir, dass er aus edlem roten Sandstein bestand, der sich wie Flammen um das Denkmal rankte. Wir durften ihn umwenden und auf der Vorderseite den Namen GRUBER einmeißeln lassen. Im Januar 1994 wurden die Urne von Ursula Busch und im August 2002 die Urne von Dr. Wolf Robert Misgeld, Geschwister meiner Frau, dort beigesetzt.
Wir lieben diesen Ort der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft sehr. Hinter ihm, von alten Bäumen beschattet, breitet sich der Hain früh entschlafener Kinder aus. Er hat etwas sehr Anrührendes.
Und als wir im Jahre 1994 anlässlich einer Nil-Reise erstmals an ihren Entstehungsstätten die Jahrtausende alte, sich verjüngenden Pfeiler erlebten, wurde uns bewusst, dass wir mir unserer Wahl auf Melaten ein Stück Ewigkeit beschworen hatten, das uns in eine andere Zeit hinüberträgt und uns nicht so schnell vergessen macht.
Ein Obelisk? Darum!“
Würdevolle Beisetzung und bewegende Trauerfeier
Die würdevolle, dem Leben und Wirken des Grandseigneur L. Fritz Gruber entsprechende Beisetzung wurde, durch leichte Musik begleitet, von einem jungen Mitglied der Familie Gruber sowie seinen Freunden Alfred Biolek und Alice Schwarzer durch jeweils sehr persönliche Ansprachen gestaltet. Danach trug Renate Gruber zusammen mit Bettina Gruber die Urne zur Grabstätte, wo die Freunde und Weggefährten von Prof. Dr. L. Fritz Gruber Anschied nahmen.
Die offizielle Trauerfeier für L. Fritz Gruber fand am 19. April auf Einladung der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig statt – im Beisein des DGPh-Ehrenpräsidenten DR. Hans Friderichs, den Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandes und weiteren DGPh-Mitgliedern sowie vielen Photographen. Dabei sprachen Bürgermeisterin Angela Spizig für die Stadt Köln, Dr. Wolfgang Bornheim, der Vorsitzende der Gesellschaft für Moderne Kunst, Prof. Kasper König, der Direktor des Museum Ludwig, und Dr. Wilfried Wiegand als Freund der Familie Gruber.
Alle Redner würdigten das Lebenswerk des Verstorbenen. Angela Spizig wies noch einmal auf die vielen visionären Ideen und die kosmopolitische Einstellung von L. Fritz Gruber hin und nannte neben der kulturpolitischen Leistung der photokina-Bilderschauen auch die Initiative zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Photographie. „Mit Weitblick, Beharrlichkeit und Geschick hat Gruber eine Sammlung von besonderer Brisanz zusammengetragen“ sagte Dr. Wolfgang Bornheim mit Blick auf die Sammlung Gruber am Museum Ludwig. Kasper König nannte Gruber einen „Grandseigneur der Photographie, der für die Geschichte des Mediums und seine Tradition in Köln denkbar viel getan hat.“
Renate Gruber übereichte ein weiteres Geschenk für das Museum Ludwig: Sie übergab das Original des Plakats, das Walter Drexel 1929 zu der legendären Photoausstellung mit dem Titel „Photographie der Gegenwart“ in Magdeburg erstellt hatte.
Die Rede von Wilfried Wiegand
Ein besonderes Highlight der bewegenden Trauerfeier für L. Fritz Gruber war die Rede des diesjährigen Kulturpreisträgers der DGPh, Dr. Wilfried Wiegand. Er sagte: „L. Fritz Gruber haben wir bewundert wegen seines leidenschaftlichen Engagements für die Photographie. Wir haben ihn geliebt für sein Talent, das eigene Leben in ein Kunstwerk zu verwandeln. Und wir sind ihm dankbar, dass er uns am Genuss dieses Kunstwerks großzügig teilhaben ließ. Die Grubers - das war in Paris oder London ebenso bekannt wie in Köln - führten ein offenes Haus. Und wie Fritz Gruber in diesen Räumen voller Bücher und Bilder und Musik die Freunde aus aller Welt um sich versammelte, das war jedes Mal ein Fest. Regelmäßig traf man dort den harten Kern der Getreuen. Fast jedes Mal sah man auch neue Gesichter, oft ganz junge, denn im Hause Gruber verstand es sich von selbst, dass man alle Künste liebte und nicht etwa nur die Photokunst und dass man sich ebenso offen und unbefangen für alle Generationen interessierte. Renate Gruber war die charmante Regisseurin dieser Zusammenkünfte und ein unentbehrlicher Gesprächspartner jeder Diskussion. Niemand ist berufener als sie, das große Erbe zu bewahren und weiterzugeben.
Interesse für die Kunst aller Generationen
Für die Anerkennung der Photographie hat Gruber so viel getan, dass seine Verdienste eine lange Liste ergeben. Ich will nur zwei davon hervorheben, beide haben mich für mein Leben geprägt: die Bilderschauen der photokina und das Buch „Große Photographen unseres Jahrhunderts“.
Dieses Buch ist 1964 erschienen - und ich habe es damals gelesen wie eine Bibel. Was gab es sonst an ernstzunehmender Photoliteratur? In deutscher Sprache nur Peter Pollacks „Die Welt der Photographie“, das zwei Jahre zuvor erschienen war. Die Wirkung war völlig anders. Pollack wollte zeigen, dass die Photographie eine Vergangenheit hat, eine große, ruhmreiche Geschichte; die zeitgenössische Photographie wirkte bei ihm wie ein Anhang. Bei Gruber war es umgekehrt: Nichts war vergangen, alles wurde Gegenwart. Ich weiß nicht, wie alt der amerikanische Fotohistoriker Peter Pollack damals war, auf jeden Fall wirkte Grubers Klassiker-Anthologie neben seinem Buch wie das Werk eines Jünglings – und dieser Jüngling ging schon auf die 60 zu. Gruber verehrte die Klassiker, aber er liebte die Gegenwart und machte eine ganze Generation von Photobegeisterten neugierig auf die Zukunft. Gruber war unwiderstehlich. Er verführte seine Leser und wurde der Lehrer von uns allen.
Buch „Große Photographen unseres Jahrhunderts“ Bibel für viele
Bald darauf lernte ich ihn persönlich kennen, und da war Gruber schon ein sehr bekannter Mann. Die legendären Bilderschauen, die er seit 1950 auf der photokina inszenierte, waren etwas so Einmaliges, dass das Schlagwort vom „Mr. Photokina“ die Runde machte. Gruber hat zwar immer wieder betont, dass dieser Titel ihm gar nicht zukomme: Er habe die photokina nicht erfunden, er sei sozusagen nur der „Mr. Bilderschau“, aber der ehrenvolle Titel „Mr. Photokina“ blieb schließlich doch an ihm hängen - und er hat ihn verdient. Denn er hatte die geniale Idee, aus einer Industriemesse zugleich eine Kulturveranstaltung zu machen. Grubers Bilderschauen wurden weltweit beachtet und waren Publikumsmagneten. In den frühen 1950er Jahren, also noch ein paar Jahre vor Edward Steichens Welterfolg „The Family of Man“, hat niemand das Medium Photoausstellung so folgenreich genutzt wie Gruber auf der Kölner photokina.
Die Photographie war ein durch die Hitlerzeit korrumpiertes Medium, das erst wieder lernen musste, an die Avantgarde der Vorkriegszeit anzuknüpfen. Otto Steinert leistete diese Arbeit für die Photographen und führte sie zu den verschütteten Traditionen zurück. Gruber machte das gleiche mit dem Publikum, also mit uns. Er gab uns unsere Klassiker wieder. So wurden August Sander und Erich Salomon von ihm wiederentdeckt, Salomon 1956, Sander schon 1951. Salomon, eine Gründerfigur des Reportagejournalismus, war in Auschwitz ermordet worden. Sander kam nicht hinweg über den Tod eines Sohnes, den die Nazis als politischen Häftling im Gefängnis sterben ließen. Er lebte verbittert in Köln, bis Gruber ihn auf der Straße ansprach und den unvergesslichen Satz sagte: „Herr Sander, wir müssen Sie mal wieder zeigen.“. Solche Bilderschauen waren nicht nur Fotoausstellungen, das waren Akte politischer Wiedergutmachung.
photokina-Bilderschauen Wegweiser für die Kunst der Gegenwart
Und diese Wiederentdeckungen der Klassiker hatten weitreichende Folgen für die Kunst. August Sander ist ein Musterbeispiel. Der große Edward Steichen kam eigens nach Köln, um ihn kennen zu lernen, und in der Folgezeit haben sich, von Irving Penn bis Stefan Moses, immer wieder bedeutende Photographen an Sander orientiert. Aber auch Bühnenbildner, Werbegrafiker und Maler konnten sich der Prägekraft einiger Sander-Motive nicht entziehen. Die „Sander-Renaissance“ ist ein eigenes Kapitel in der Geschichte der modernen Kunst - und es ist immer noch nicht abgeschlossen. Mit Grubers Bilderschau von 1951 hat diese Sander-Renaissance angefangen. Seine photokina-Ausstellungen waren auch Wegweiser für die Kunst der Gegenwart.
Aufspürer und Förderer junger Talente
Grubers Gespür für Qualität war unglaublich. Er witterte Talente, auch wenn sie in Skandinavien, Südafrika oder Japan lebten. Und er war zur Stelle, wenn irgendwo ein photographisches Genie entdeckt wurde. So war es bei Jacques-Henri Lartigue. Lartigue hatte als siebenjähriges Kind zu photographieren begonnen, und diesem Kind waren einige Jahre lang geniale Schnappschüsse gelungen - ein in der Photographiegeschichte einzigartiger Fall. In den Aufnahmen spiegelt sich die Ästhetik der frühen Slapstickfilme, die Lartigue als verwöhntes Kind reicher Eltern schon damals, im ersten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts, kennen lernen konnte. Lartigue war fast siebzig Jahre alt, als er zum ersten Mal eine Photoausstellung bekam, das war 1963 in New York. Die zweite Lartigue-Ausstellung war dann Grubers Bilderschau von 1966. Erst neun Jahre später kam es zu einer Lartigue-Ausstellung in Paris. Gruber hat ihn für Europa entdeckt - und er hat mit dafür gesorgt, dass Lartigue 1984 mit dem renommierten Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie geehrt wurde. Darüber hinaus hat Gruber die Stadt Köln, wie im Handstreich, abermals zu einer internationalen Metropole der Photographie gemacht
Diese Internationalität hat der deutschen Photoszene eine Perspektive gegeben und machte sie wieder attraktiv für die ganze Welt. Gruber hat mit seinen Bilderschauen das gleiche geleistet wie die Kasseler documenta - Rückbesinnung auf die klassische Moderne und Öffnung für die junge Kunst aus aller Welt -, nur hat er damit schon Jahre vorher begonnen. Und er hat an die Photographie geglaubt, als die Kunstwelt, einschließlich documenta, noch meinte, sie könnte sie ignorieren.
L. Fritz Gruber – eine unvergessliche Erscheinung
Ich sehe L. Fritz Gruber immer noch vor mir: stets in korrekter, aufrechter Haltung, aber niemals abweisend steif; stets sorgfältig formulierend, aber niemals in hochmütigem Fachjargon; immer ausgesucht höflich, aber niemals übertrieben; immer bereit zum Humor, aber niemals auf Kosten anderer; voll natürlicher Autorität, aber niemals in Versuchung, sie auszunutzen; immer elegant gekleidet, aber niemals „overdressed“; immer gut für einen kleinen modischen Gag, aber niemals so, dass er jedem gleich auffiel – und so immer weiter und weiter, denn was gäbe es nicht alles noch aufzuzählen, die Tücher und Hüte und Krawatten und nicht zu vergessen sein außergewöhnlich gepflegter Bart. Seine ganze Erscheinung ist unvergesslich, aber ebenso unvergesslich bleibt seine Dezenz im Gespräch. Mit seiner Eloquenz, seinem Wissen und seiner Lebenserfahrung hätte er jedes Gespräch beherrschen können – aber er versuchte es gar nicht. Er konnte wirklich zuhören und beherrschte die seltene Kunst des Schweigens im richtigen Moment. Dann saß er da und hörte sich unter Umständen ganz konträre Meinungen an - und wir konnten sicher sein, dass er nicht etwa schmollte oder in Gedanken schon an einer scharfen Entgegnung feilte. Er hatte in seinem langen Leben so oft recht gehabt, dass er es nicht mehr nötig hatte, rechthaberisch zu sein. Die Andersartigkeit der anderen duldete er aus Toleranz, aus Nachsicht, aber auch aus Respekt vor der Formenvielfalt des Lebens. Jeder Mensch machte ja den Schatz seiner Lebenserfahrung noch ein bisschen reicher. Sein Blick blieb neugierig bis zuletzt, wie bei einem Künstler.
Gruber hat den Duft der Belle Epoque eingeatmet
Fritz Gruber war ein Mensch des neunzehnten Jahrhunderts. Gewiss, er wurde erst 1908 geboren, aber haben wir denn nicht von Marcel Proust und Joseph Roth und Stefan Zweig gelernt, wie lange das 19. Jahrhundert wirklich dauerte? Es endete nicht in der Sylvesternacht von 1899, sondern ist erst im Weltkrieg von 1914 bis 1918 zugrunde gegangen. Da war Fritz Gruber gerade sechs beziehungsweise zehn Jahre alt. Aber das muss nicht heißen, dass er den Epochenwandel nicht mitbekommen hätte, wie unbewusst auch immer. Die Erinnerungen von Kindern im zweiten Weltkrieg, die man lange für nichtsagend hielt, werden gerade von der Psychologie als neuer Forschungsgegenstand entdeckt. Warum sollen wir uns da nicht vorstellen dürfen, wie Fritz Gruber als Kind, ehe der erste Weltkrieg alles veränderte, noch den Duft der Belle Epoque eingeatmet hat und vielleicht noch den Reichtum individueller Lebensformen bemerkte, den es in Alteuropa noch gab. Der Personalausweis, diese folgenreichste Neuerung des ersten Weltkriegs, war noch nicht erfunden. Seither ist unser jederzeit und überall staatlich kontrollierbares Leben viel konformistischer geworden, auch wenn es uns gar nicht mehr auffällt und wir vielleicht sogar der Illusion anhängen, der Individualismus sei im Zunehmen begriffen. Auf jeden Fall ist es reizvoll, sich vorzustellen, Gruber könnte den Unterschied der Lebensqualitäten noch verspürt und sich eine unbewusste Erinnerung daran sein Leben lang bewahrt haben.
Zweimal bin ich ähnlichen Menschen begegnet, dem Photographen Jacques-Henri Lartigue, von dem schon die Rede war, und dem Art Déco-Zeichner Erté. Beide waren noch früher geboren als Gruber, Lartigue 1894, Erté 1892. Auch sie hatten das Lebensgefühl und den Lebensrhythmus einer anderen Epoche. Gepflegt, sogar ein bisschen dandyhaft das Äußere, kultiviert die Umgangsformen und die Sprache, höflich in wirklich jeder Lebensäußerung, zugleich voll koboldartiger Lust, Liebhabereien zu frönen und einen „Egoismus des Glücks“ zu praktizieren, wie Lartigue das gerne nannte: So waren sie beide, und alles habe ich bei Fritz Gruber wiedergefunden. Auffallend war bei allen Dreien ein Sinn für das Maßhalten, also die ausgestorbene Tugend, nach jeder Mahlzeit eine Zigarette, ein Gläschen Likör oder ein Praliné zu genießen, und sich so daran zu freuen, als würde gerade ein Fest gefeiert. Das war mehr als bloß die Abgeklärtheit des Alters, denn die allein befähigt den Menschen nicht, sein ganzes Leben derart komplett ästhetisch durchzugestalten, wie es Gruber, Erté und Lartigue vor unseren Augen getan haben. Da war in wirklich jeder Lebensäußerung ein Schönheitssinn am Werk, der uns im 20. Jahrhundert abhanden gekommen ist. Unsere Welt ist ärmer geworden.“

